Ein erniedrigter Anti-Müller-Hormon-Spiegel ist für die Fruchtbarkeit nicht relevant


Biomarker wie das AMH oder das FSH nicht überbewerten

Laborwerte, die für eine verminderte ovarielle Reserve sprechen gehen nicht mit einer verminderten Fruchtbarkeit einher.

Niedrige Laborwerte im Anti-Müller-Hormon (AMH, < 0,7 ng/mL) oder erhöhte FSH-Werte (>10 IU/L) senken nicht die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden. Diese Laborwerte schwanken natürlicherweise und sagen über die Fruchtbarkeit nichts aus, sofern nicht eine erfolglose Familienplanung oder ein unregelmäßiger Zyklus hinzu kommen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie aus den USA aus 2017. Hier wurden 750 Frauen im Alter von 30-44 Jahren mit Kinderwunsch dahingehend untersucht.

Es gab nach 6 und 12 Monaten keinen signifikanten Unterschied in den Schwangerschaftsraten zwischen den Frauen beider Vergleichsgruppen. Nach 6 Monaten lag die Schwangerschaftsrate bei 65% und nach 12 Monaten bei 77%.

Hier finden Sie den Bericht und die Studie.